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Schnorrerleben


Nachdem ich den ganzen Tag langweilig vor mich hin gedönst habe beschloss ich, um wenigstens ein menschliches Wesen zu Gesicht zu bekommen, meinen Paps zu besuchen. Zufälligerweise war auch noch nbisschen Schmutzwäsche da, die unbedingt gewaschen werden wollte =)

{Seit einigen Tagen bin ich blank und ernähr' mich von den Resten, die zu Hause noch herumkugeln. (zu meinem Ärger bestehen diese hauptsächlich aus Kohlenhydraten.)
Heut ist mir auch noch das letze Obst und Gemüse ausgegangen... und die Zigaretten. Für mich bedeutet das; Allerhöchste Zeit in Panik auszubrechen!}

Weiter im Text... ich stattete also meinem Vater einen Besuch ab, stopfte die Wäsche in die Maschine, nbisschen Smalltalk mit Daddy, der es sich eigentlich auf der Couch bei flimmernder Kiste gemütlich gemacht hat (sofern man von Gemütlichkeit sprechen kann, wenn das Musikantenstadl läuft). Schnell die Zeitung durchgeblättert und dann ab in die Küche --> Kühlschrankvisite. Der wurde auch ratzfatz geplündert, genauso wie der Backwaren-Süßigkeiten-Tisch. Ich weiß ja, dass Paps das gerne sieht, wenn das Töchterchen so brav mampft. ^^ Hab mir dann, vollgestopft und mit Bauchschmerzen zusammen mit ihm das Musikantenstadl reingezogen... meine Güte, das verkraft ich nicht. Die Volksmusik ist eine Welt, die ich einfach nicht begreife und ich weigere mich dieses Gehampel und Gedudel, das Gegrinse und Gejaule als Unterhaltung zu betrachten. Und jedesmal wenn ich sowas sehe, denk ich mir; Was muss diesen Leuten wohl passiert sein? Traumata? Inzestkinder? Tja, wer weiß...
~und ein dunkler Schatten legt sich über den achsoblauen Volksmusikhimmel~

Mit einem unüberhörbaren "Piep Piep Piep", erlöst mich die Waschmaschine und sagt mir, dass ich offensichtlich alles richtig gemacht habe und meine Wäsche jetzt sauber ist. Also schnell rein damit in die Tasche- aufgehängt wird zu Hause und weil die Tasche ja so groß ist und da noch was reinpasst, schnell noch ein paar Äpfel, ne Banane, 1Mineralwasserflasche und Kaffee vom Papa gemobst und rein damit!

Weil das Töchterchen ja so artig die Inzuchtbande mitgeschaut hat wird es auch gleich noch finanziell entschädigt. Herzlichen Dank!

 

PhotobucketAuf dem Nach-Hause-Weg fällt mir dann das Gegessene wieder ein und gleich darauf muss ich daran denken, dass das ja irgendwann wieder raus muss und verdammt... ich hab vergessen Klopapier zu stibitzen. Mein Bruder, die letzte Hoffnung gegen eine böse Überraschung. Und ja, er ist wahrlich ein Schatz und spendierte mir ne tolle Rolle =D
Zigaretten konnte ich dann auch noch besorgen denn zum Glück hatte das Café bei uns im Haus noch geöffnet. Joa und jetzt sitzt ich hier, rauche, trink Kaffee, warte bis der Milchzucker wirkt... und wenn ich's nötig hab, brauch ich mir keinen Zwang antun und kann die Scheiße einfach laufen lassen ^^

... tja das ist wahrlich ein Schnorrerleben °^b
 
27.4.08 00:21
 


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